Das Urteil

Was Kool Savas und Eko Fresh können..

„Ich versteh dich nicht.“, das hast du geschrieben. Aber wie solltest du das auch, wenn ich es nicht kann.


Wie viel habe ich schon geschrieben. Mit meinen Fingern auf die Tastatur gehauen, apathisch. Mit meiner Hand den Stift gequält, intensiv. Geschrieben habe ich nicht selten über dich. Nicht selten habe ich das Geschriebene nicht beendet. Mit meinen Fingern auf Entfernen gedrückt, einfacher als die Gedanken sich auf die Seiten niederließen. Die Worte mit meinem Stift durchgestrichen, müde vom Denken, noch blass zu sehen. Das Blatt zerrissen, zerteilt, zerstört. Nicht das erste Mal frage ich mich, ob ich es beenden werde, mit meinen Worten, mit meinem Schreiben, mit meinen Gedanken.

Seit zwei Tagen warte ich auf eine Nachricht von dir. Vor zwei Tagen hast du mich ignoriert. Vor zwei Tagen habe ich dich ignoriert. Ich souverän, abweisend, demonstrativ. Du unsicher, verdrängend, beleidigt. Ich warte ohnehin. Warte, ohne zu wissen was ich erwarte, ohne zu wissen ob es vergeblich ist. Brauche Beherrschung dir nicht zu schreiben. Ich war doch noch immer die, die nachgab. War ich auch immer die, die dich verletzte, aus Launen heraus.
Man will immer das haben, was man nicht bekommt. - Du wolltest es lange. Mich. Ich wollte dich nicht. Wolltest du es nicht, wollte ich dich. Hattest du dich darauf eingelassen, wollte ich nicht. Nicht nur einmal stritten wir uns, deswegen. Weswegen? Wegen mir, wegen dir, wegen uns, unserer Ungeduld, unserer Ungewissheit, unserer Unwissenheit. Ich verletzte dich, du beleidigtest mich. Ein immer fortwährendes Staccato. Kontaktabbrüche, Versöhnungen, Sympathie.

„Du wirst immer meine Nummer Eins sein.“ – Die Rolle, die ich in deinem Leben übernehme, bleibt mir nicht greifbar. Deine Rolle in meinem Leben ist einen Meter weit entfernt, hängt am seidenen Faden, baumelt unbeholfen vor meinen Augen. Seit einem Jahr. Ich bin kurzsichtig.
Meine Ohren sind taub für die Lieder, die ich mit dir verbinde. Die Bilder, die ich von dir sehe sind verschwommen, du änderst zu oft dein Gesicht. Habe ich dich verletzt?

„Ich bin zu alt für dich.“ – Steht zwischen uns. Vor uns steht die Vernunft, hinter uns das Bedürfnis. Das Bedürfnis, das ich nicht immer spüre. Möchte ich mich mit dir, Seite an Seite, vorstellen, sehe ich andere neben dir stehen. Sie würden dir besser stehen. Du kannst mich nicht anziehen.
Sehe ich uns an einem Tisch, höre ich kein Gespräch. Und doch nennen wir uns Freunde, nannten wir uns Freunde, werden uns vielleicht wieder Freunde nennen, obwohl wir nie Freunde waren. Du schätzt meinen Humor, findest mich klasse, ich habe eine gute Persönlichkeit. Das waren die Tage, an denen du dich als nett beschriebst.

Wenn ich friere, wünsche ich nicht, dass du neben mir sitzt und mich wärmst. Wenn ich einsam bin, wünsche ich nicht, dass du mir meine Einsamkeit nimmst. Wenn ich wüsste, was du wünscht...

Ich schaue nach, ob du geschrieben hast. Ich habe zu Ende geschrieben, trotzdem nichts beendet.

..das kann ich auch.
17.11.07 11:44


.
Hearts need a beat, like awake needs asleep
Like a pen needs a page, to learn right you need a mistake
17.11.07 00:46


Come back to me

the way you we were.
12.11.07 22:50


Abwarten

und Tee trinken?

Mein Tee ist mir zu heiß,
da fällt mir die Tasse aus der Hand.
Heute wieder neues Wasser aufsetzen.
..
28.10.07 21:56


Differenzieren

ist gar nicht mal leicht.
2.9.07 19:16


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